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Hier finden sich alle wichtigen Unterlagen und Pressemitteilungen zu unserer Kampagne.
Positionspapier
Das Positionspapier zu finanzieller Bildung im Schulalltag wurde durch den Kreisschülerrat am 10.03.2026 verabschiedet und enthält unsere Forderungen und Vorschläge, um finanzielle Bildung als festen Bestandteil im Schulsystem zu verankern und allen Jugendlichen – unabhängig vom Elternhaus – einen souveränen Umgang mit Geld zu ermöglichen.
Umfrage
Wir haben eine Umfrage zum Thema finanzielle Bildung durchgeführt, an der sich über 600 Schüler beteiligt haben. Die Ergebnisse können hier heruntergeladen werden.
Pressemitteilung: 20% der Jugendlichen sind verschuldet: Junge Menschen werden finanziell allein gelassen.
Hochtaunuskreis – Laut der Trendstudie “Jugend in Deutschland” sind 20% aller 14- bis 29-Jährigen in Deutschland verschuldet. Vor diesem Hintergrund hat der Kreisschülerrat im Hochtaunuskreis eine Umfrage zur finanziellen Bildung durchgeführt, an der sich über 600 Schülerinnen und Schüler beteiligt haben. Das Ergebnis ist alarmierend: Lediglich 5% der Befragten gaben an, im Unterricht ausreichend über das Thema informiert zu werden.
93% wissen nicht, wie man eine Steuererklärung macht und nur 34% können Begriffe wie ETF erklären. “Die Ergebnisse zeigen klar: Obwohl finanzielle Bildung für ein selbstbestimmtes Leben von zentraler Bedeutung ist, spielt sie im Schulalltag bisher nur eine untergeordnete Rolle”, erklärt die stellvertretende Kreisschulsprecherin Marie Degenkolb.
Der Kreisschülerrat Hochtaunus fordert das hessische Kultusministerium auf, endlich zu handeln. Ziel von Schule müsse es sein, junge Menschen auf das Leben vorzubereiten. Dazu gehörten nicht nur klassische Unterrichtsfächer wie Mathematik, Deutsch oder Englisch, sondern auch grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Geld und wirtschaftlichen Entscheidungen.
“Häufig beschränkt sich der Politik- und Wirtschaftsunterricht (PoWi) auf gesamtwirtschaftliche ökonomische Zusammenhänge, während alltagsrelevante Themen wie Steuern, Verträge oder persönliche Finanzplanung kaum vorkommen”, sagt die stellvertretende Kreisschulsprecherin Luise Greiner.
Die wichtigsten Informationsquellen zu finanziellen Fragen sind laut der Umfrage derzeit das Elternhaus und das Internet. Dadurch entstehe ein deutliches Ungleichgewicht zwischen verschiedenen sozialen Schichten, da nicht alle Schüler gleichermaßen auf Unterstützung zurückgreifen können.
Kreisschulsprecher Moritz Weiß betont: “Finanzielle Bildung ist Schlüsselkompetenz für gesellschaftliche Teilhabe, Selbstständigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln.”
Um konkrete Lösungen anzustoßen, veranstaltet der Kreisschülerrat am 03.06. einen Workshoptag unter dem Motto “WISS€N zahlt sich aus.” Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse haben dabei die Möglichkeit, von Experten aus der Praxis verständlich und alltagsnah zu lernen, worauf es bei Themen wie Steuern, Verträgen, Sparen, Investieren und dem sinnvollen Umgang mit Geld wirklich ankommt. “Der KSR beschränkt sich nicht darauf, Missstände zu benennen – wir wollen auch selbst Lösungen anstoßen”, erklärt Irina Voigt, Koordinatorin für finanzielle Bildung.
Bad Homburg den 12.05.2026
